Netz gegen Nazis - Presseschau

  • Presseschau ... 30.06.2015

    Lübeck-Kücknitz: Anschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

    Eine Flüchtlingsunterkunft im Lübecker Stadtteil Kücknitz ist Montag in den frühen Morgenstunden...

  • 29.06.2015 ... Presseschau

    Nach Zusammenrottung von Neonazis: Neues Flüchtlingsheim in Meißen in Brand gesteckt +++ Wismar: Islamfeindliche Attacke auf Gebetsraum +++ Köln:...

  • 26.06.2015 ... Presseschau

    Tillich: Was in Freital geschieht, ist nicht akzeptabel +++ Auf Tillich-Besuch folgt Rangelei - von Nazis mit...

  • 25.06.2015 ... Presseschau

    Freital: Flaschenwürfe auf Flüchtlingsunterstützer_innen +++ Sachsen: Attacken auf Asylbewerberheime nehmen stark zu - schon 31 Angriffe 2015...

Mahnwache zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

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Stolberg. Zur Mahnwache in Erinnerung an die Reichspogromnacht lud das Stolberger Bündnis gegen Radikalismus am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, vor das Haus Steinweg 78 ein. In der Nacht zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von SA und  SS zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten Wohnungen und verprügelten ihre Bewohner. 91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7500 verwüstete Ladenlokale verzeichnete die offizielle Bilanz des Terrors. Tatsächlich starben während und unmittelbar in Folge der Ausschreitungen aber weit über 1300 Menschen, über die Hälfte aller Synagogen oder Gebetshäuser in Deutschland und Österreich wurden stark beschädigt oder zerstört. Die Weisung zu dem Pogrom war von München ausgegangen, wo die Führung der NSDAP den 15. Jahrestag des Hitler-Putschs feierte. Am 10. November wurden über 30000 männliche Juden in KZ verschleppt. Der Terror funktionierte nur, weil der offizielle Verwaltungsapparat wie ein Räderwerk ineinandergriff. Die Volksverhetzung der Nazis war auf fruchtbaren Boden gefallen. Angesichts der aufgeheizten Islamismusdebatte gilt es wieder, besonders wachsam zu sein. Alle demokratisch orientierten Bürger waren eingeladen, bei der Mahnwache eine Kerze für die Nazi-Opfer zu entzünden.

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